Hundehaltung – Was gibt es zu beachten?

Aufgrund von Kommentaren, über die man teilweise einfach nur den Kopf schütteln kann im Beitrag Kleine Hunde, hier ein Beitrag, den sich jeder zu Herzen nehmen sollte:

Vierbeinige Freunde sind treue Begleiter des Menschen, ihr ganzes Leben lang. Um ein möglichst sorgenfreies Leben mit dem Hund zu haben, sind viele Voraussetzungen für die Hundehaltung zu beachten:

Wo soll der Hund wohnen?
Für eine optimale Hundehaltung ist es wichtig, dem Tier viel Freiraum und Bewegung zu gönnen. Lebt man in einer Mietwohnung, sollte zuerst abgeklärt werden, ob die Haltung eines Hundes überhaupt gestattet und vor Allem sinnvoll ist. In einem Eigenheim stellt dies erstmal kein Problem dar. Sollte der Hund im Freien gehalten werden, ist ihm ein ausreichend großer Unterschlupf (Hundehütte) zum Schutz vor Wind und Wetter zur Verfügung zu stellen. Vorsicht bei der Haltung im Freien: die ist nur bedingt zu empfehlen und für die meisten Familienhunde ungeeignet! Ein vernünftiger Gartenzaun schützt Hund und Passanten. Jeder Hund muß bei der zuständigen Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung angemeldet werden. Diese geben auch Auskunft über Rechte und Pflichten des Hundehalters.

Hundehaltung ist mit Kosten und Verantwortung verbunden

Neben dem Futterbedarf sind regelmäßige Tierarztkosten, Hundesteuer und Kosten für die Hundehaftpflichtversicherung ins Budget mit einzuplanen. Kosten für Impfungen und Entwurmungen fallen regelmäßig an. Hier sollte man sich im Vorfeld bei einem Tierarzt informieren, ob das mit den eigenen finanziellen Verhältinissen machbar ist! Ausserdem kann ein Hund auch einmal krank werden oder ein Notfall eintreten (z.B. Magendrehung bei größeren Rassen). Hier ist es sinnvoll sich vorab über Krankenversicherungen für Hunde zu informiern, die solche Fälle übernehmen, wenn man sich selbst so einen Eingriff nicht leisten könnte.

Ein Hund erfordert Zeit und Aufmerksamkeit

Jeder Hund braucht täglich genügend Auslauf. Neben dem Spaziergang gehören eine gute Ausbildung durch Hundeschule etc. und die tägliche Fell- und häufige Krallenpflege zum Pflichtprogramm. Ebenso ist es wichtig, sich mit seinem Hund zu beschäftigen (Training, Spielen und nicht zuletzt auch Streicheleinheiten) und ihn als Teil der Familie anzusehen. Auch sollte man beachten, daß jeder Hund in der Wohnung für zusätzlichen Schmutz sorgt.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

  1. Ist ein Tierarzt in erreichbarer Nähe?
  2. Wer versorgt den Hund, wenn man sich selbst nicht um ihn kümmern kann (z.B. Krankenhausaufenthalt oder Kur)?
  3. Der Hund möchte auch in die Urlaubsplanung mit einbezogen werden. (Darf der Hund mitgebracht werden und welche Zusatzkosten entstehen dadurch?)
  4. Wie befördert man den Hund sicher im Auto? (Sicherungssysteme im Auto, Transportbox etc.)
  5. Wie vertragen sich andere evtl. vorhandene Haustiere mit dem Hund?
  6. Ganz wichtig: Wie sieht es mit Tierhaarallergien in der Familie aus?

Letztendlich stellen sich dann noch die Fragen:

  1. Welche Hunderasse soll es sein?
  2. Möchte man ein weibliches oder männliches Tier?
  3. Soll es ein reinrassiger Hund oder ein Mischlingshund sein?
  4. Welche Vorgeschichte hat der Hund? (Krankheiten, Verträglichkeiten mit Kindern und anderen Haustieren etc.)

Wurden alle diese Fragen beantwortet, die Hundewohnung hergerichtet und das Futter gekauft, dann steht dem Familienzuwachs nichts mehr im Wege.

 

 

27 Antworten auf Hundehaltung – Was gibt es zu beachten?

  • Ein sehr schöner Artikel :-)

  • Samira sagt:

    Gute Zusammenfassung, sollte sich jeder vor der Hundeanschaffung durchlesen!

  • Jasmin sagt:

    Hallo,

    ich finde die Zusammenfassung sehr gelungen. Finde es super das man sich heute – obwohl alles schon so oft im Web steht – immer wieder diese Arbeit macht. Das ist sehr gut und wichtig. Denn nur so bekommt man es in die neuen Hundehalter auch richtig rein. :) Soll ruhig jeder wissen welchen Aufwand die Hundehaltung bedeutet. Denn so schön es mit unserem besten Freund auch ist, er soll sich auch selbst stets wohlfühlen und immer gesund bleiben. :)

    Danke!

  • Jens sagt:

    Sehr guter Artikel,
    wenn das jeder beherzigen würde, würde das vielen Hunden vielleicht das Aussetzen (Urlaubszeit) und Tierheim ersparen.
    Wir haben 3 Hunde (Tierheim, Tötungsstation) und haben nur für die Tiere unsere superschöne Wohnung für ein Haus mit Garten eingetauscht. Die Tiere sind es uns wert…..
    Lieben Gruß – Jens

  • Hallo,
    der Artikel zeigt auch die unbequemen Seiten bei der Anschaffung von einem Vierbeiner auf. Das ist wichtig und sollte sehr ernst genommen werden. Bei guter Pflege sollte beachtet werden dass ein Hund über 15 Jahre ein Wegbegleiter sein kann und die oben angeführten Punkte nicht nur für den Zeitraum der Anschaffung beachtet werden sollten sondern für das ganze Hundeleben!!!
    So werden sowohl die Zwei- wie auch die Vierbeiner ein glückliches, gemeinsames Leben haben.
    Der Artikel ist toll auf den Punkt gebracht…
    Lieben Gruß

  • Bettina sagt:

    Oh ja! Das hätten sich mal so manche Hundebesitzer durchlesen sollen. Denn mit der Verantwortung sind manchmal auch einscgränkungen verbunden aber dafür kriegt man ziemlich viel zurück. Man muss sich um die Vierbeiner ein Leben lang kümmern – viele vergessen das :)

  • toller lehrreicher bericht!! vielleicht darf ich ja mal einen gastbeitrag schreiben..

  • bern85 sagt:

    ARD Tagesschau Nachrichten

  • hundefutter sagt:

    Super Artikel!

  • Nele sagt:

    Hundehaltung ist nicht nur mit vielen vorausgehenden Gedanken verbunden, sondern erfordert eigentlich jeden Tag immer wieder Rücksichtnahme, Konsequenz und Verantwortung. Nicht nur dem Tier gegenüber, sondern auch seinen Mitmenschen gegenüber. Wir haben zu diesem Thema in unserem Blog auch vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben, der sich mit der Thematik ‚Hundeerziehung macht Freu(n)de‘ auseinander setzt. Je rücksichtsvoller man mit dem Thema Hund umgeht, desto eher stößt man sicher auf Verständnis von allen Seiten.

  • Olaf sagt:

    Super Artikel!! Vorallem heutzutage halten viele Menschen Hunde sehr schlecht bzw wissen nicht wie sie diese zu halten haben..

  • PeterL sagt:

    Hallo Hundefreunde,
    meine Tochter wünscht sich unbedingt einen Hund zu Weihnachten (ich weiß das ist an sich schon fragwürdig), ich bin bei der Suche nach einem Hund auf der Seite hängengeblieben die mit meinem Namen verlinkt ist. Denkt ihr es ist sinnvoll und vorallem artgerecht einen solchen Hund mitten in der Stadt (München) zu halten?
    Ich bezweifel irgendwie das nur weil der Hund kleiner ist, es ihm nichts ausmacht den ganzen Tag in einer Wohnung zu sitzen.
    Ich danke euch für eure Meinungen und Ratschläge.
    Gruß aus München,
    Peter

  • PeterL sagt:

    Entschuldigung ich sehe gerade, ich habe einen falschen Link angegeben, meine Frage zielte nicht direkt auf Chihuahuas ab sonder allgemein auf kleinbleibende Hunde!

  • PeterL sagt:

    Hat keiner eine Antwort?

  • Pausenclown sagt:

    Es ist wichtig egal wie groß der Hund ist mindestens 2mal am Tag gassi zu gehen, wie lange hängt von der Größe ab.

  • Stephan sagt:

    Hallo,
    sehr schöner Artikel, wäre schön wenn du noch ein bisschen auf die Anschaffung eines Hunde eingehen könntest.

    Lg
    Stephan

  • Hallo,
    interessanter Artikel zu einem wichtigen Thema! Ich kann es nicht oft genug sagen, immer noch gibt es viel zu viele Hunde in unseren Tierheimen. Würden sich die Menschen vorher mehr Gedanken machen, wäre das nicht so. Ein Hund ist kein Spielzeug und schon gar kein Geschenk für kleine Kinder! Sondern ein Hund ist ein domenisziertes Raubtier, welches je nach Rasse vierzehn Jahre und älter werden kann und uns im Laufe eines durchschnittlichen Hundelebens 14.000 € kosten wird. Ganz zu schweigen von der Verantwortung, die man übernimmt.

    LG Tanja

  • yvonne rüschenberg sagt:

    Wir haben (noch ) keinen Hund ,überlegen aber seit wir vor 6 Jahren unser Haus gekauft haben (220 Quadratmeter & groser Garten mit zwei Grasflächen.),einen anzuschaffen.wir haben unzählige Bücher gewälzt,Artikel und Kommentare im Internet gelesen.Da wir keine Hundeerfahrung haben hat uns das alles nur irritiert.Entweder wurde vermittelt das alles ganz easy ist,was ich mir natürlich nicht vorstellen kann oder es ergibt sich für mich ein karikaturmäßiger eindruck für mich wo sich der Hund auf einem Thron befindet und Herrchen mindestens 28 Stunden täglich mit dem Hund beschäftigt ist.(Futter geben ,Fell bürsten ,Krallen schneiden,20 mal kurz „gassi“ gehen,4 mal 2 Stunden joggen,animation,3 Stunden Schule und die übrige Zeit Fell kraulen und das alles für einen spottpreis von 500 -1000 Euro im Monat.)Arbeiten geht natürlich gar nicht.Ich frage mich dann nur wo das Geld für die anfallenden Kosten herkommen soll.Es tut mir leid wenn ich es etwas ins lächerliche ziehe,aber ganz ehrlich ich habe drei kinder (8-21 Jahre )davon haben zwei adhs ,da ist ruhe und konsequenz oberste priorität und es war bestimmt nicht einfach die rabauken so zu erziehen das es so gut alles funktioniert wie jetzt,doch wenn ich einige artikel lese über erziehung und Haltund von Hunden scheinen alle (guten)Hundehalter übermenschen zu sein.Das ist schade.wir wollten nämlich einen etwas älteren Hund aus dem Tierheim nehmen wobei uns das aussehen auch fast egal ist.es muß halt passen.Für Hunde unerfahrene wäre es villeicht mal hilfreich wenn jemand mal so einen Wochenablauf mit Hund aufschreibt,wobei man natürlich vom Durchschnittsbürger ausgeht und keinem Sportfreak der täglich 3 Stunden joggt.(nicht böse gemeint,gehe selber gelegentlich joggen)Wäre schön so etwas mal zu lesen.

    LG Yvonne

  • Glücklicherweise hat sich die Rechtssprechung weiter entwickelt. InneuerenUreteil bekommen Hundebesitzer öfters mak Recht.

  • Rentner sagt:

    Ja das mit der neuen Rechtssprechung hat wohl manchem Vermieter verärgert. Aber gerade für ältere Menschen ist ein Tier nun mal sehr wichtig – er macht einem Freude und sorgt für ausreichend Bewegung – oder wie heisst es so schön: wer rastet der rostet.

  • Peter sagt:

    hallo,

    ich muss feststellen das die neuen Urteile immer öfter zugunsten des Verbrauchers ausfallen. Super !! So auch mit der Tierhaltung in Wohnungen. Weiter so ihr lieben Abgeordneten :-)

  • Das mit der neuen Rechtssprechung ist aber längst überfällig und in vielen Bereichen auch noch absolut ungenügend. Danke für den tollen Artikel.

  • Helen sagt:

    Super informativer Artikel! Gründliches Herangehen. Das freut mich sehr. Genau so muss man einen Hund auswählen, damit später keine unerwartete Situation bei der Haltung entsteht. Man trifft diese Entscheidung sinnvoll.

  • Apotheker sagt:

    hoffentlich lesen viele angehende Hundebesitzer diesen Artikel – damit sie ein Gefuehl dafuer bekommen was einem ein Hund geben kann :-)

  • paul sagt:

    Man sollte mindestens 2mal am Tag mit dem Hund vor die Türe gehen ( noch besser ist 3-4 mal )
    Da hat man Bewegung, frische Luft, trifft andere Hundfreunde …. also alles nur positive Dinge :-)

  • Tierfreund sagt:

    Sehr gut geschriebener und informativer Artikel, immer ein gutes Gefühl nach dem Lesen etwas gelernt zu haben.

    Würde in Zukunft gern noch weitere Hunde Artikel lesen.

    Grüße

  • Danke für den Artikel,
    wenn das ein Jeder beherzigen würde, würde das unter Umständen vielen Hunden viel Leid ersparen…
    Liebe Grüße