Dinge, die man bei der Hundeerziehung immer im Hinterkopf haben sollte


Wenn man seinen Hund erziehen möchte, dann sollte man dabei immer etwas Wichtiges im Hinterkopf behalten: Hunde verstehen jede Reaktion auf ihr augenblickliches Tun, nicht auf eine Handlung in der Vergangenheit.

Das heißt konkret, dass ein ein Hund nur dann für etwas gelobt oder getadelt werden sollte, wenn er es gerade getan hat. Wenn das Ereignis schon 10 Minuten zurück liegt, dann weiß der Hund nämlich nicht, wofür er jetzt das Lob bekommt.

Beispiel: Wenn der Hund ausbüchst und mal alleine Gassi geht, dann hilft es herzlich wenig, wenn er geschimpft wird, sobald er wieder nach Hause kommt. Dadurch entsteht die Assoziation beim Hund, dass das nach Hause Kommen etwas ist, wofür er bestraft wird, umso länger werden also seine Runden werden. Man sollte seinen Hund also beim Ausbüchsen auf frischer Tat ertappen, eine Strafe fürs Wiederkommen ist kontraproduktiv.

Genauso hilft es nichts, den Hund mit zu einem im Garten gegrabenen Loch zu nehmen, um ihn dort zu schimpfen, er wird nicht nachvollziehen können, wofür er geschimpft wird, da er gerade nichts Verbotenes getan hat.

Was ein Hund auch nicht kann, ist anhand einer Situation entscheiden, ob er etwas gerade darf oder nicht. Das heißt, man sollte absolut konsequent in der Erziehung sein, weil es den Hund nur verwirrt, wenn er für ein- und dieselbe Handlung einmal geschimpft und ein anderes mal vielleicht sogar gelobt wird.
Beispiel: Wenn man genervt vom Einkaufen nach Hause kommt, vollbepackt mit Einkaufstüten, dann wird der Hund natürlich geschimpft, wenn er anfängt am Herrchen hochzuspringen. Am nächsten Tag kommt das Herrchen aber fröhlich nach Hause und freut sich, läßt den Hund hochspringen und streichelt ihn auch noch.
Aus der Sicht des Hundes wurde er also einmal geschimpft und einmal gelobt für dieselbe Handlung, er lernt also nicht, was er darf und vor allem nicht, zu welchem Zeitpunkt er das darf und wann nicht.
Hier ist also Konsequenz gefragt.



Eine Reaktion zu “Dinge, die man bei der Hundeerziehung immer im Hinterkopf haben sollte”

  1. Freddy

    Und genau, weil das viele Hundebesitzer nicht können, gehorchen viele Vierbeiner nicht.
    Eigentlich sollte es Pflicht werden, den Hundeführerschein per Gesetz für jeden Hundehalter einzuführen.

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